Mit einem Dachzelt die Umwelt retten?

                               

Jeder Jugendliche, der heutzutage etwas auf sich hält, macht nach dem Schulabschluss eine halbe Weltreise (zumindest vor Corona): Work and Travel in Australien, Au-Pair in Amerika oder ein paar Monate Yoga & Surf Retreat auf Bali. Doch sieht so eine nachhaltige Zukunft aus? Muss man unbedingt so weit weg wie es nur geht, um eine spannende und coole Zeit zu haben?

Wir finden nein! Es gibt auch in näherer Umgebung jede Menge zu erleben, denn Europa verfügt über außerordentlich schöne und abwechslungsreiche Landschaften und Küsten. In Portugal, Frankreich oder Nordspanien kann man zum Beispiel genauso gut surfen wie in Australien und dabei spart man sich ganz schön viel schlechtes Karma, das man wegen der Umweltverschmutzung durch den Langstreckenflug anhäufen würde.

In unserem „Black Friday For Future“- Angebot habt ihr gesehen, dass uns die Umwelt sehr am Herzen liegt und wir uns dafür einsetzen, dass die Natur der Zukunft (er-) lebenswert bleibt. Passend dazu möchten wir Euch einmal vor Augen führen, warum das Reisen mit Hartschalen-Dachzelt nicht nur eine besonders spaßige, sondern gleichzeitig auch eine sehr nachhaltige Art zu reisen ist.        

Dass lange Flüge mit der aktuellen Technologie nicht gerade gut für die Umwelt sind, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein. Wir wollen Euch mal konkret ein paar Zahlen aufzeigen.
Fährt man mit einem Kleinwagen und Dachzelt von Frankfurt nach Lissabon (entspricht circa 2318 km), entsteht eine CO2-Menge von 285kg. Fliegt man diese Strecke, so wird die 2,4-fache Menge an CO2 freigegeben, nämlich 692kg pro Flug (Economy Flug). Ein Langstreckenflug von Frankfurt nach Sydney liegt schon bei gigantischen 6.094kg CO2! (Quelle: CO2-Rechner | Naturefund)

 

                                 

 

Dies entspricht der 21-fachen Menge gegenüber der Autofahrt nach Lissabon. Im Hinblick auf die immer kritischer werdende Belastung unserer Umwelt finden wir, dass hier ein Umdenken stattfinden muss. Natürlich ist es nicht verwerflich, wenn man einmal auch Australien sehen möchte, aber den generellen Trend von „immer weiter“ und „immer öfter“ möchten wir gerne unterbrechen und die Menschen dazu ermuntern, die Schönheit der Natur nebenan wieder mehr in ihren Fokus zu nehmen. Auch wir selbst sind immer wieder verblüfft, was die so alles zu bieten hat!
Durch Corona beginnen einige dies alles wiederzuentdecken und wir hoffen, dass es viele Menschen auch nach der Pandemie wieder vermehrt zu den Reisezielen Europas treibt, die man wunderbar mit Dachzelt erreichen kann.

Bezüglich der Umweltbilanz sind Dachzelte auch Wohnmobilen einen großen Schritt voraus. Allein die Herstellung und Entsorgung eines Wohnmobils oder Kastenwagens setzt je nach Fahrzeugtyp um die 15-19 Tonnen CO2 frei. (Quelle: Nachhaltig reisen im Camper und Wohnmobil | Promobil ). Für diesen CO2-Ausstoß könntet ihr mit eurem Alltagsauto bereits drei bis vier Mal die Welt umrunden

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Außerdem muss kein zusätzliches Fahrzeug angeschafft werden, wenn man zum Reisen sein Alltagsauto verwendet. Dass dies im Sinne der Umwelt ist, liegt auf der Hand. Des Weiteren  brauchen Wohnmobile und Vans natürlich allein deshalb schon mehr Sprit, da das Gewicht im Vergleich zum normalen PKW mit Dachzelt wesentlich höher ist.
Da der Kostenfaktor oft eine große Rolle spielt, kommt hinzu, dass man sich bei der Wahl von Wohnmobilen oder Vans möglicherweise nicht die aller neusten Modelle leisten kann. Dies äußert sich dann nicht nur in weniger PS, sondern leider auch in einem höheren Schadstoffausstoß. Da ist man mit seinem normalen PKW plus Dachzelt doch wesentlich besser beraten und ihr werdet sehen, nicht nur die Umwelt und euer Geldbeutel, sondern auch ihr werdet das Verreisen mit Dachzelt lieben.

Für dieses Umdenken, wieder zurück zu minimalistischeren und geographisch nähergelegenen Reisen, stehen wir. Denn wie wir oben gesehen haben, ist dies sowohl ökologisch als auch ökonomisch überaus sinnvoll. Abgesehen von diesen objektiven Fakten finden wir, dass man sich auf Reisen mit Dachzelt viel schneller vom Alltagstrott lösen und zur Entspannung kommen kann, da man so überhaupt erst die Möglichkeit hat, sich wieder mit der Natur zu verbinden.

Dazu bedarf es keinen 20h Flug nach Bali. Manchmal ist das Gras eben nicht grüner auf der anderen Seite des Ozeans.

Wenn Ihr erfahren wollt, wie die rechtliche Lage beim Verreisen mit Dachzelt aussieht, dann empfehlen wir Euch unseren Blogartikel passend zum Thema: "Die rechtliche Lage bei Reisen mit einem Dachzelt- Worauf du unbedingt achten solltest"                         

                       

verfasst von Nina Kleber